Unser Projekt bestand aus vier Gruppenstunden und einer gemeinsamen Übernachtung an unserer Hütte. Inhaltlich drehte sich alles um die Themen Lebensmittel, Essen und Kochen. Ziel des Projekts war es vor allem, Neues kennenzulernen, verschiedene Ernährungsformen zu entdecken und erste Erfahrungen mit dem Kochen bei den Pfadis zu sammeln.

Erste Gruppenstunde – 16.06.

Zum Beginn unseres Projektes fuhren wir gemeinsam mit der S-Bahn zu einem Unverpacktladen in Pasing. Dort erhielten wir eine Führung durch das Geschäft und erfuhren viel über das Konzept des unverpackten Einkaufens. Anschließend durften wir einige Produkte probieren, wie z.B. getrocknete Kiwi und veganen Streichkäse.

Außerdem konnten wir uns verschiedene Produkte genauer anschauen. Neben einem großen Sortiment an unverpackten Lebensmitteln verkauft der Laden auch handgemachte Produkte, Naturkosmetik und weitere nachhaltige Dinge. Die Mitarbeitenden erzählten uns von der Organisation des Ladens als Genossenschaft, der Herkunft ihrer Produkte und den Events, die dort manchmal stattfinden. Besonders beliebt war bei den Sipplingen natürlich die große Süßigkeitenabteilung, in der sich am Ende jede und jeder noch ein paar Kleinigkeiten mitnehmen konnte.

Zweite Gruppenstunde – 23.06.

In der zweiten Gruppenstunde beschäftigten wir uns mit dem Kochen auf Lagern und Fahrten. Nach einem kurzen Brainstorming zu geeigneten Fahrtengerichten teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Eine Gruppe bereitete auf dem Feuer Nudelwasser zu, während die andere sich erstmals mit Fahrten-Gaskocher beschäftigten und darauf eine Tomaten-Sahne-Soße kochte.

Auch wenn das Wasser etwas länger zum Kochen brauchte, als geplant, bekamen wir unser Abendessen schließlich doch noch rechtzeitig fertig. Dabei sammelten wir einige praktische Erfahrungen: Nudelwasser kippt leichter als gedacht, ein Gaskocher kann erstaunlich viel und eine halbe Packung Kräuter kann für einen Topf Soße doch etwas viel sein.

Dritte Gruppenstunde – 07.07.

In der dritten Gruppenstunde stand eine Koch-Challenge auf dem Programm. Die Sippe wurde in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe zog fünf Lebensmittel und hatte anschließend 45 Minuten Zeit, daraus ein Gericht zu entwickeln.

Die erste Gruppe hatte Glück mit ihren Zutaten und kochte Kichererbsennudeln mit einer Tomaten-Käse-Soße. Die zweite Gruppe kreieren Tomaten-Couscous mit Pilzen. Die dritte Gruppe bekam die interessanteste Zutatenkombination und entschied sich schließlich für Fladenbrote, gefüllt mit Kichererbsenpüree, karamellisierten Zwiebeln und Salat.

Beim Probieren stellten wir fest, dass alle Gerichte überraschend gut waren. Außerdem lernten wir, dass Couscous nicht zu lange garen sollte, Salat auch zuviel Öl enthalten kann und normale Nudeln den meisten doch besser schmecken als Kichererbsennudeln.

Vierte Gruppenstunde – 14.07.

In der letzten Gruppenstunde beschäftigten wir uns mit vegetarischer und veganer Ernährung. Zum Einstieg machten wir ein kleines Pub-Quiz rund um verschiedene Ernährungsformen, ihre Hintergründe und Besonderheiten. Dabei zeigte sich schnell, dass die Sipplinge bereits einiges wussten, gleichzeitig konnten aber alle noch neue Infos mitnehmen.

Anschließend wurde es praktisch: Wir bereitete  Burger mit vegetarischen Patties zu. Für einige war das Ersatzprodukt ganz neu, andere kannten es bereits. Am Ende waren sich jedoch alle einig, dass die Burger sehr gut geschmecken und eine leckere letzte Gruppenstunde geboten haben.

Kochwettbewerb bei unserer Sippenbernachtung – 18.-19.7.

Wir trafen uns um 16 Uhr an der Hütte und spielten zunächst eine Runde Jagga, bevor unser Kochwettbewerb, der Abschluss unseres Projekts, begann. Zuerst klärten wir gemeinsam die Regeln, bevor es in den Kleingruppen an die Planung der Drei-Gänge-Menüs ging. Es wurde sich gefragt, ob es Kartoffeln oder doch lieber Reis geben sollte und welche Kekse am besten zum Nachtisch passen würden. Mit ein wenig Unterstützung der Sippenführungen bei der Mengenplanung waren die Pläne bald fertig und es ging mit der Einkaufsliste in den Supermarkt nebenan.

Dort kauften die Kinder eigenverantwortlich ihre Bio-Zutaten ein und fingen danach direkt an zu kochen.

Circa zwei Stunden später war es soweit: Die Jury, bestehend aus Nils und Jule, sowie die Sippe probierten die Gerichte. Die eine Gruppe hatte als Vorspeise Baguette mit Olivencreme und Tomaten, als Hauptspeise Käsespätzle und als Nachspeise Götterspeise mit Vanillesoße und Himbeeren vorbereitet. Die andere Gruppe servierte als Vorspeise Bruschetta, danach Reis mit Chicken- und Tofu-Teriyaki-Spießen und zum Nachtisch eine Schichtspeise mit Beeren, Müsli und Joghurt.

Nach einiger Bedenkzeit und zwei leckeren Menüs wurde schließlich das Siegerteam verkündet.

Den restlichen Abend ließ wir gemeinsam ausklingen, bevor am nächsten Tag die Aktion und damit auch das Projekt zu Ende ging.

Alles in allem kann man sagen, dass es den Sipplingen viel Spaß gemacht hat, und sie etwas Eigenverantwortung, neue Kochskills und guten Zusammenhalt mitgenommen haben.

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