Für unser Winterthing dieses Jahr, das vom 12. bis 14. Dezember stattfand, trafen wir uns bereits am
Freitag um 15:30 Uhr und machten uns gemeinsam auf den Weg zur Umweltstation Unterallgäu.
Als wir in Pasing in den Regionalzug nach Memmingen einstiegen, sahen wir schon bei der Einfahrt
des Zuges, dass er voller anderer Pfadis war. Im Zug trafen wir daher bereits einen Teil der anderen
Stämme, mit denen wir das Wochenende verbringen würden. Denn unser Winterthing veranstalten
wir jedes Jahr gemeinsam mit unserem Horst, also den Stämmen Bären, Cosuaneten und Jakob
Fugger.
In Memmingen mussten wir zunächst eine Weile auf unseren Bus warten. Dabei hofften wir sehr,
dass es ein großer Bus sein würde und nicht einer der vielen Minibusse, die immer wieder hielten,
schließlich waren wir etwa 50 Personen, und niemand hatte Lust, noch drei Stunden in der Kälte auf
den letzten Bus des Tages zu warten. Zum Glück klappte aber alles, und etwa 45 Minuten später
waren wir in Legau, von wo aus wir noch rund 20 Minuten zu unserer Unterkunft liefen.
Der Weg führte uns durch den weihnachtlich dekorierten Ortskern und hinein in immer dichter
werdenden Nebel, bis man schließlich nur noch ein paar Meter weit sehen konnte. Entgegen aller
Hoffnungen blieben diese Sichtverhältnisse das ganze Wochenende über bestehen, bis zu unserer
Abreise am Sonntag.
An der Umweltstation angekommen, erkundeten wir zunächst das Gelände. Besonders cool war,
dass es aus vielen einzelnen Gebäuden bestand: mehreren kleinen Holz-Tipis, einem größer,
gläßerner Aufenthaltsraum sowie weiteren Gebäuden mit Küche, Schlaf- und Gemeinschaftsräumen.
Am Freitagabend aßen wir alle zusammen unsere Brotzeit und ließen den Abend anschließend
gemütlich ausklingen.
Am Samstagmorgen wurden wir beim Frühstück von einigen Agenten besucht. Sie berichteten uns
von einem Schurken namens „eiskalter Morph“, der angeblich Kinder hasste. Die Agenten baten uns
um Hilfe, um ihn aufzuhalten. Den Vormittag verbrachten wir damit, selbst zu Agenten ausgebildet
zu werden. An verschiedenen Stationen absolvierten wir einen Parcours, knackten Geheimschriften
und Rätsel, dachten uns Agentennamen aus, trainierten unsere Reaktionen und vieles mehr.
Nach dem Mittagessen ging es mit einem Geländespiel in einem nahegelegenen Wald weiter,
während sich einige von uns zur Halstuchprüfung aufmachten. Denn beim Thingkreis am Abend
sollten einige neue Halstücher verliehen werden.
Im Wald bestand unsere Aufgabe darin, in einer Runde Schmuggler gegen verschiedene Wesen
Hinweise auf den Aufenthaltsort des „eiskalten Morphs“ zu erspielen. Zum Glück waren wir
erfolgreich und erhielten eine Karte, die uns zeigte, dass wir uns auf den Rückweg machen mussten.
Kurz vor unserem Gelände entdeckten wir ihn schließlich, in einen roten Mantel gehüllt, und konnten
ihn nach einer kurzen Jagd durch das gleichzeitige Antippen mehrerer Kinder eliminieren. Danach
hieß es erst einmal, sich vor dem Abendessen drinnen aufzuwärmen, denn draußen lagen die
Temperaturen deutlich unter null Grad.
Nach dem Abendessen machten sich diejenigen von uns, die ein Halstuch bekamen oder bereits
eines hatten, in einem Schweigemarsch auf den Weg zum Thingfeuer. Der Rest blieb zurück und
bereitete den Singeabend vor, der begann, sobald alle wieder zurück waren.
Am Sonntag hieß es dann nur noch aufräumen und Abschied nehmen, bevor wir uns wieder auf den
Weg nach Hause machten
